Nagetiere

  • Murmeltier
    Murmeltier


    Alpenmurmeltier Lepus europaeus

    Der Körper des Murmeltieres (Marmota marmota) wirkt massig und gedrungen und erreicht eine Körperlänge von 50 bis 60 Zentimetern. Die schwarze Rute wird etwa 15cm lang. Es wiegt zwischen 3,5 bis 5,5 Kilogramm und ist trotz der plump wirkenden Körperform äußerst flink und wendig. Die Färbung des Häutl (oder Schwartl) variiert von gelb-graubraun bis hin zu schwarzbraun. Nahrung sind grüne Pflanzen, und hier vor allem Gräser und Kräuter. Durch Anlage von Fettvorräten, die äußerst wichtig für den Winterschlaf sind, verdoppeln die Murmeltiere während des Sommers ihr Körpergewicht – Nahrungsvorräte werden nicht angelegt.

    Die geselligen Murmeltiere leben in Familienverbänden von bis zu 20 Tieren, die sich aus den Eltern und den Jungtieren der letzten zwei bis drei Jahre zusammensetzen.

    Fortpflanzungszeit: (April bis) Mai, unmittelbar nach dem Winterschlaf
    Trächtigkeitsdauer: etwa 34 Tage
    Wurfzeit: Juni
    Junge: 2 – 7  (im Durchschnitt 3)

    Verbreitung:
    Das Verbreitungsgebiet des Murmeltieres erstreckt sich über den gesamten Alpenbogen von Frankreich bis nach Niederösterreich. Autochthone, also bodenständige Verbreitungsgebiete befinden sich in Österreich nur in Vorarlberg und Tirol. Alle anderen Murmelpopulationen sind auf Wiedersansiedlungen zurückzuführen. So kommt das Murmeltier in Oberösterreich nur in einem Teil des Bezirkes Gmunden vor.

  • Biber
    Biber
    Biber

    Biber  Castoridae


    Biber sind eine Familie in der Ordnung der Nagetiere (Rodentia). Sie sind – nach den Capybaras – die zweitgrößten lebenden Nagetiere der Erde. Die Familie besteht heute aus einer einzigen Gattung, Castor, der zwei Arten angehören: der Europäische Biber (Castor fiber), auch Eurasischer Biber genannt, und der Kanadische Biber (Castor canadensis). Manche Zoologen betrachten den Kanadischen Biber als eine Unterart des Europäischen Bibers; dieser Auffassung steht die unterschiedliche Chromosomenzahl (48 beim Europäischen, 40 beim Kanadischen) entgegen. Nach Heidecke (1986) werden acht Unterarten unterschieden.

    Der Europäische Biber ist in Europa durch die FFH-Richtlinie (Anhänge II und IV) besonders geschützt. Er unterliegt in Deutschland nicht dem Jagdrecht nach dem Bundesjagdgesetz. Die Jagd auf den Kanadischen Biber ist in Kanada und den verschiedenen Bundesstaaten der USA unterschiedlich geregelt. Teilweise dürfen dort Biber gejagt oder gefangen werden.

    Eurasische und Kanadische Biber sind äußerlich nur schwer zu unterscheiden. Auch die Geschlechter unterscheiden sich äußerlich kaum. Nur säugende Weibchen sind an den größeren Zitzen als Weibchen zu erkennen; ansonsten muss die Kloake nach einem Penisknochen abgetastet werden. Das meist braune Fell des Bibers ist mit 230 Haaren pro Quadratmillimeter (Mensch: bis zu 6) sehr dicht und schützt vor Nässe und Auskühlung. Der Pelz wird regelmäßig gereinigt und mit einem fetthaltigen Sekret, dem Bibergeil (Castoreum), gepflegt.

    Mit seinem spindelförmigen Körper, einem breiten, abgeplatteten, mit lederartiger Haut bedeckten und unbehaarten Schwanz, Kelle genannt, und den Schwimmhäuten zwischen den Zehen ist das Tier an das Leben im Wasser angepasst. Die Kelle dient als Steuer beim Abtauchen sowie zur Temperaturregulation und als Fettdepot. Beim Tauchen werden Nase und Ohren verschlossen; so können Biber bis zu 20 Minuten tauchen.


     

 

 

 







 

 

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