Jagd Zwettl

 
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Neuer Absatzmarkt für Wildbret


SPAR springt für die Gastronomie ein – Teil des Wildbret-Absatzes gesichert.

Ab 30. April 2020 bieten INTERSPAR-, EUROSPAR- und SPAR-Gourmet-Filialen in Niederösterreich, Wien und dem nördlichen Burgenland für einen Monat lang Wildbret aus den niederösterreichischen Revieren an. Den Anstoß dazu gab der NÖ Jagdverband. Die Belieferung von SPAR erfolgt durch Kriegler Wildspezialitäten. Damit sind künftig Ragout und Steak vom Reh und Rückensteaks vom Wildschwein nun in den Kühlregalen des Nahversorgers erhältlich.

SPAR übernimmt einen Teil der Gastronomie-Mengen, indem der Nahversorger zusätzlich zum üblichen Wild-Verkauf im Herbst jetzt auch den ganzen Mai niederösterreichisches Wildbret anbietet. Aufgrund dieses neuen Absatzmarktes übernehmen die großen Wildbret-Händler in Niederösterreich seit einigen Tagen wieder Wildbret. Sie holen das Wildfleisch ab, übernehmen die Portionierung, verpacken das Wildfleisch und liefern es an SPAR, wo dann der Verkauf erfolgt.
 
„Wir freuen uns, dass SPAR gemeinsam mit dem Wildbret-Handel dem Wildfleisch aus Niederösterreich eine neue Plattform bietet und vor allem der städtischen Bevölkerung den Zugang zu diesem herrlichen Lebensmittel erleichtert“, so Landesjägermeister Josef Pröll. Nach dem Wegfall des Absatzes von Wildbret durch die Gastronomie ist damit eine neue Absatzmöglichkeit gegeben, die es unter anderem erlaubt, den Jagdbetrieb – auch in Zeiten von Corona – aufrecht zu erhalten. Normalerweise nehmen Gastronomie und der Export 90 Prozent des Wildbrets im Mai ab.
 
Einen Video-Beitrag mit Alois Huber (Geschäftsführer Spar), Josef Pröll (Landesjägermeister) und dem Wildbret-Händler Kainrath & Kriegler finden Sie hier www.noejagdverband.at/youtube
 

Angebot und Nachfrage bestimmen Wildbret-Preis – Wildbret-Handel neben Direktvermarktung derzeit einzige Absatzmöglichkeit

 Die Schließung von Gastronomiebetrieben hat zu einem dramatisch sinkenden Fleischabsatz in Österreich geführt, von dem neben der Landwirtschaft vor allem auch die Jägerschaft enorm betroffen ist. Weder Rind, Schwein und Geflügel noch Wildbret finden momentan eine entsprechende Nachfrage.
 
Das Zusammenspiel von hohem Angebot und fehlender Nachfrage hat leider massive Auswirkungen auf den Fleischpreis: Der Durchschnittspreis für Schlachtschweine etwa liegt mit 1,97 Euro/kg um über 10 Prozent und jener von Schlachtkühen mit 2,24 Euro/kg um 17,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch Rehwild wird momentan – wenn überhaupt – nur zwischen 1 und 2,20 Euro/kg, Rotwild um ca. 2 und Gamswild um ca. 3 Euro/kg abgenommen.
 

Neue Absatzwege auftun

Die Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten ist unbedingt notwendig. Mit SPAR ist es nun gelungen, einen zusätzlichen Absatzweg aufzutun, bei dem Wildbret einer hohen Zahl an Menschen einfach zugänglich gemacht wird. Damit kann auch ein Teil des verlorengegangen Gastronomieabsatzes aufgefangen werden.
 
Auch wenn die Preise, die Wildbret-Händler derzeit bieten, sehr niedrig sind, so ist die Abgabe an den Wildbret-Handel neben der Direktvermarktung derzeit alternativlos, da bei anderen Maßnahmen die Konsequenzen völlig inakzeptabel wären: Nicht zu jagen verschärft die Wildschadenssituation und wirkt sich negativ auf die Partnerschaft mit den Landwirten aus. Auch das Einfrieren für eine spätere Vermarktung würde die derzeitige prekäre Lage nur in die Länge ziehen.
 

Zusammenarbeit mit Wildbret-Händlern notwendig

Aktuell gibt es für die Jägerinnen und Jäger nur zwei Absatzmöglichkeiten: die Direktvermarktung und die Abgabe an Wildbret-Händler. Über die Direktvermarktung lassen sich auch in Krisenzeiten bessere Preise erzielen. Wir ermutigen jeden, über diesen Weg Wildbret an den Konsumenten zu bringen. Für jene, die den Weg der Direktvermarktung nicht gehen möchten oder können, ist nun die Abnahme durch den Wildbret-Handel wieder möglich.
 

Wildbret bewerben und Absatz ankurbeln

Der NÖ Jagdverband arbeitet weiter daran neue Absatzmärkte zu finden. Dabei bitten wir auch um die Mithilfe jedes einzelnen. Bewerben wir alle Wildbret und machen es den Konsumenten schmackhaft. Im Idealfall können wir sogar gestärkt aus der aktuellen Krise hervorgehen.
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